Tipps zum Recording mit Windows

Recording mit dem Computer macht sehr viel Spaß machen, solange der Computer mitspielt. Wenn der Computer aber nicht so funktioniert, wie er soll, wird die Fehlersuche selbst für erfahrene PC User schwierig.

Alesis hat deshalb diese Liste erarbeitet. Hier finden Sie mögliche Fehlerursachen und vielleicht auch ein paar Tipps zur Optimierung Ihres Systems.

1. VERWENDEN SIE DIE RICHTIGE WINDOWS VERSION
Sie sollten Windows XP Home oder Professional, Service Pack 2 oder aktueller verwenden.

2. PROBIEREN SIE VERSCHIEDENE HARDWARE PUFFERGRÖSSEN AUS
Öffnen Sie das Control Panel Ihres Alesis Gerätes. Experimentieren Sie mit großen und kleinen Puffergrößen. Ob Sie es glauben oder nicht, manche Programme verwenden oft eine zu hohe Puffergrößeneinstellung.

3. ACHTEN SIE AUF IHRE WORD CLOCK
Achten Sie auf eine korrekte Einstellung der Word Clock Control Panel (Internal, ADAT, etc.). Vergessen Sie nicht, dass beim Einsatz des Alesis IO 14/26 als S/PDIF Master, die Clock Einstellung auf ‘Internal’ gesetzt werfden muss.

Wenn Sie mit mehreren digitalen Gerätes arbeiten, achten Sie auf eine perfekte Synchronisation aller Word Clocks zueinander.

4. WÄHLEN SIE DEN RICHTIGEN AUDIOTREIBER
Achten Sie darauf, dass Ihre ASIO Audiosoftware den "ASIO Alesis" (oder ähnlich benannte) Treiber verwenden. Ändern Sie die Treibereinstellung in jedem Fall, wenn Ihre ASIO Anwendung Ihnen mitteilt, dass ein “Standard“, "Default" oder "Multimedia" Treiber verwendet wird.

5. SCHLIESSEN SIE NICHT BENÖTIGTE ANWENDUNGEN
Schließen Sie die Anwendungen, die Sie zum Musizieren nicht brauchen, wie (Spiele, Office Software, Virenscanner, usw.).

6. DEAKTIVIEREN SIE DIE WINDOWS SYSTEMSOUNDS
Die Systemklänge können die Aufnahme in Ihrer Audiosoftware stören und können automatisch Sample Rates und Bit-Auflösungen automatisch ändern. Im schlimmsten Fall können Sie Ihren Computer zum Absturz bringen.

Gehen Sie auf [START] > [SYSTEMSTEUERUNG] > [SOUNDS UND AUDIOGERÄTE]. Klicken Sie auf den [SOUNDS] Tab und wählen Sie das Soundschema "Keine Sounds." Klicken Sie OK, um die Einstellung zu übernehmen.

7. ÜBERPRÜFEN SIE DIE EINSTELLUNGEN DER GRAFIKKARTE
Überprüfen Sie die Hardwarebeschleunigung Ihrer Grafikkarte. Diese kann unter Umständen die Audioperformance Ihres Systems stark beeinflussen. Durch die Herabsetzung der Beschleunigung können Sie ernsthafte Probleme beheben.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste irgendwo auf Ihren Arbeitsplatz und wählen Sie EIGENSCHAFTEN. Nun wählen Sie [EINSTELLUNGEN] > [ERWEITERT] > [PROBLEMBEHANDLUNG]. Sollte Ihre Hardwarebeschleunigung auf "Maximal" stehen, bringen Sie den Schieberegler auf "Keine". Klicken sie auf ÜBERNEHMEN und OK und überprüfen Sie, ob durch die Einstellung der Fehlerbehoben wurde.

Probieren Sie auch aus, ob durch die Aktivierung oder Deaktivierung der "Write Combining aktivieren" Box Ihre Systemperformance beeinträchtigt wird.

8. DEAKTIVIEREN SIE IHREN BILDSCHIRMSCHONER
Klicken Sie mit der rechten Maustaste irgendwo auf Ihren Arbeitsplatz und wählen Sie EIGENSCHAFTEN. Gehen Sie auf [BILDSCHIRMSCHONER] und wählen Sie "(Keinen)."

9. REDUZIEREN SIE ANDERE, SYSTEMBEEINFLUSSENDE PROZESSE
Klicken Sie auf [START] > [AUSFÜHREN] und geben Sie MSCONFIG.EXE ein. Klicken Sie auf den Tab SYSTEMSTART und scheuen Sie sich die hier aufgeführten Einträge an. Im Idealfall sollten hier maximal 25 Prozesse aktiviert sein. Deaktivieren Sie die Prozesse, die nicht beim Systemstart geladen werden sollen. Dies kann je nach Anwender unterschiedlich aussehen, aber Adobe und QuickTime Viewers, Instant Messaging Programme, usw. können oft deaktiviert werden.

Windows wird Sie an diese Änderungen beim Systemstart erinnern. Das kann zwar ein bisschen nervig sein, aber es hilft Ihnen, eine falsche Auswahl wieder zu korrigieren.

10. SCHLIESSEN SIE DAS HARDWARE DIRECT MONITORING PANEL
Bei Alesis Produkten, welche die Alesis Hardware Direct Monitoring Software verwenden, sollten Sie dieses Programm beenden, falls Sie es gerade nicht nutzen. Sollte sich Ihr Computer kurz vor einer Überlastung befinden, kann dieses programm Ihr System instabil werden lassen. (Die im Programm vorgenommenen Einstellungen werden sich beim Beenden der Software gemerkt.)

11. ÜBERPRÜFEN SIE DIE PERFORMANCE EINSTELLUNGEN IHRER DAW
Experimentieren Sie mit verschiedenen Einstellungen für Audio Priorität, Preload, Latenz usw. Ihrer DAW Software. In Steinbergs Cubase LE rufen Sie diese Einstellungen unter [GERÄTE KONFIGURIEREN] > [VST MULTITRACK] > [EXPERTE]. Beispielsweise verursacht eine Audioprioritätseinstellung von "Sehr Hoch" bei einigen Systemen Unterbrechungen in der Klangausgabe, wenn ein Neues Fenster geöffnet wird. Indem Sie die Priorität herabsetzen, wird das Problem gelöst.

12. TAUSCHEN SIE EINE INKOMPATIBLE FIREWIRE CARD AUS
Möglicherweise ist die FireWire card Ihres Computers inkompatibel. Die ersten FireWire Cards mit NEC Chipsätzen wiesen Probleme beim Audio-Streaming auf. Auch haben wir bei einigen Cards Probleme mit Agere Chipsätzen ausmachen können. Cerwenden Sie am Besten eine Card mit einem Via oder TI (Texas Instruments) Chisatz. Diese arbeiten meistens hervorragend mit unseren fireWire produkten zusammen.

13. REDUZIEREN SIE DIE BUS-ÜBERLASTUNG
Verwenden Sie an Ihrer FireWire Card zusätzliche Geräte oder haben Sie weitere FireWire Geräte an Ihrem io|14/26 angeschlossen? Falls das so ist, ziehen Sie die Geräte ab und beobachten sie, ob sich die Performance verbessert. Wenn dem so ist, sollten Sie sich eine weitere FireWire Card in Ihren Computer einbauen, um die Bandbreite, die jeder Bus bereitstellen kann, zu entlasten. Sollten Sie eine externe FireWire-Festplatte für die Audioaufnahme/-wiedergabe oder für Samples verwenden, greifen Sie vielleicht besser zu einer USB 2.0 Festplatte. Wie auch beim Einsatz von 2 FireWire Cards kann die Aufteilung der Datenströme in FireWire und USB 2.0 der Überlastung eines Busses vorbeugen.

14. GEHEN SIE AUS DEM INTERNET; DEAKTIVIEREN SIE IHRE FIREWALL
Trennen Sie die Verbindung Ihres Computers zum Internet und deaktivieren Sie sowohl die Windows Firewall ([START] > [SYSTEMSTEUERUNG] > [WINDOWS FIREWALL]) als auch jede Antirivus Software, die Sie verwenden (Norton, McAfee, usw.). Aus Gründen der Sicherheit Ihres Computers empfehlen wir, diese Kompüonenten wieder zu aktivieren, bevor Sie sich wieder mit dem Internet verbinden.

15. DEAKTIVIEREN SIE PERIPHERIEGERÄTE
Deaktivieren Sie WLAN-Karten, Spielecontroller, und sonstige Geräte.

16. ACHTEN SIE AUF IHRE FESTPLATTEN
Wie schnell sind Ihre Festplatten? Festplatten mit 4.200 Umdrehungen pro Minute (RPM) eignen sich nur für ein paar Audiospuren. 5.400RPM-Festplatten können schon viel mehr Spuren aufnehmen. Sie sollten allerdings festplatten einsetzen, die mit einer Geschwindigkeit von 7.200RPM oder schneller drehen. diese eignen sich hervoragend für die Audioaufnahme und -wiedergabe. Bedenken Sie auch, dass hohe Sample Auflösungen Ihre Festplatten sehr belasten.

Wie viele Festplatten verwenden Sie? Indem Sie eine Festplatte für Windows und alle programminstallationen nutzen und eine zweite estplatte nur für Audio verwenden, verbessern Sie die Performance merklich. Sie sollten in jedem Fall ernsthaft über eine zweite Festplatte nachdenken (lesen Sie jedoch zuvor noch einmal den Punkt 13).

Wie voll sind die Festplatten? Festplatten, die Ihre Kapazität zu 80% oder darüber ausgelastet haben, führen oft zu Einbußen in der Performance.

Defragmentieren Sie Ihre Festplatten. Gehen Sie auf [START] > [ALLE PROGRAMME] > [ZUBEHÖR] > [SYSTEMPROGRAMME] > [DEFRAGMENTIERUNG]. Falls dieses Programm Ihnen vorschlägt, die gewählte Festplatte zu defragmentieren, folgen Sie dem Rat. Beachten Sie, dass dieser Prozess bis zu einer Stunde dauern kann.

17. DEAKTIVIEREN SIE NICHT GENUTZTE INTERNE GERÄTE
Deaktivieren Sie alle Geräte Ihres Computers, die Sie sowieso nie verwenden. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf MEIN COMPUTER und wählen Sie EIGENSCHAFTEN. Gehen Sie dann auf [HARDWARE] > [GERÄTEMANAGER]. Bei den Gerätekategorien, die Sie nicht verwenden wollen, wie Modems oderDiskettenlaufwerke oder Netzwerkadapter, klicken Sie auf das kleine Plus-Symbol, um die einzelnen Komponenten sichtbar zu machen. Mit der rechten Maustaste klicken Sie dann das jeweilige Gerät an und wählen DEAKTIVIEREN. Schon ein paar deaktivierte, nicht verwendete Geräte können sich positiv auswirken.

18. EXPERIMENTIEREN SIE MIT DEN WINDOWS SYSTEMLEISTUNG
Einige Systeme können auf Änderungen in der Windows Systemleistung reagieren. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf MEIN COMPUTER und wählen Sie EIGENSCHAFTEN. Gehen Sie auf [ERWEITERT] und im Bereich SYSTEMLEISTUNG auf [EINSTELLUNGEN].

Unter VISUALE EFFEKTE, markieren Sie "FÜR OPTIMALE LEISTUNG ANPASSEN."

Bei ERWEITERT sollten Sie die verschiedenen Einstellungen für die PROZESSORZEITPLANUNG ausprobieren.

Im Tab DATENAUSFÜHRUNGSVERHINDERUNG wählen Sie die Einstellung "Datenausführungsverhinderung für alle Programme und Dienste mit Ausnahme der ausgewählten aktivieren." Fügen Sie in der darunter liegenden Box alle Ihre Audioprogramme ein.

19. KORRIGIEREN SIE DIE FIREWIRE 800 LIMITIERUNG, DIE DURCH WINDOWS SERVICE PACK 2 VERURSACHT WIRD
Sie verwenden Firewire 800 (IEEE 1394b) Geräte? Windows Service Pack 2 reduziert die FireWire Bandbreite auf 1/4 der eigentlichen Geschwindigkeit, nachdem Sie ein Gerät an einen vorhandenen Firewire 800 Port. Zur Behebung des Problems laden Sie sich dieses Patch von Microsoft unter http://support.microsoft.com/kb/885222 herunter und führen Sie es aus.

20. OPTIMIEREN SIE DAS PCI TIMING
Bei einigen Systemen wirkt sich eine Änderung des PCI Timings sehr positiv aus.

Starten Sie dabei mit Mark Knutsons Dokumenten und seinem Double Dawg Programm, welches Sie unter http://www.mark-knutson.com/t3/index.html finden. (Das Programm selbst laden Sie unter http://www.mark-knutson.com/t3/binaries/dbldawg.zip

21. ÜBERPRÜFEN SIE DIE LEISTUNGSFÄHIGKEIT IHRES COMPUTERS
Falls Sie es noch nicht gemacht haben, sollten Sie überprüfen, ob Ihr Computer (CPU-Geschwindigkeit, Arbeitsspeicher) überhaupt für Audio gerüstet ist. Sind Sie sicher, dass Sie nicht mit einem alten Golf so schnell wie mit einem neuen Ferrari fahren wollen? Einige Dinge sind halt einfach nicht praktikabel - mit einem alten Prozessor und 128MB RAM können Sie nicht wie mit modernen Computern arbeiten.

Sie sollten mindestens einen 2.6GHz Pentium 4 (oder äquivalenten Athlon Prozessor) mit 1024MB RAM verwenden, anderenfalls kann es zu Problemen bei Projekten mit vielen Spuren und vielen PlugIns kommen.